Kaiserkronen-Projekt

850 Jahre Stauferstadt Schwäbisch Gmünd, ein Projekt in das nicht nur die Gmünder Bürger und ansässige Firmen involviert sind, sondern auch die Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät beteiligt ist.
Für die Fachschüler der beiden Jahrgänge wurde es ein fächerübergreifendes Gemeinschaftsprojekt: das Hämmern ist schon seit Anfang September 2011 im Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät, Marktplatz 35 und im ganzen Umkreis zu hören. Immer montags wird hier im Silberschmiedeunterricht unter der Leitung der Innungsobermeisterin Doris Rayman-Nowak und dem Gold- und Silberschmiedemeister Florian Färber am Kronenprojekt für die Staufersaga gearbeitet. Diese umfasst die Zeitspanne vom Aufstieg der Staufer über die Kaiserkrönung Friedrich I (Barbarossa) und Friedrich II (Schwaben) bis hin zur Hinrichtung Konradins in Neapel.
Um die geschichtlichen Hintergründe zu begreifen und die chronologische Abfolge nachvollziehen zu können bekamen alle Beteiligten des Projektes dankenswerterweise einen kurzen Einblick in die Historie durch Prof. Dr. Herkommer.


Bei der Gestaltung und Herstellung der 17  Kaiser- und Königskronen, welche teilweise nach Vorlagen der mannessischen Handschrift entworfen wurden, kamen historische wie innovative Gold- und Silberschmiedetechniken zum Einsatz. Zu den aufwendigsten und prunkvollsten Kronen zählen die von Friedrich I, Friedrich II und die Tiara des Papstes Gregor. Das ganze Projekt wird durch verschiedene Kreuze, Zepter, Amulette und Anhänger im Stil der damaligen Zeit ergänzt.
 
Da das ganze Projekt mit der Zeit auch zur Herzensangelegenheit wurde, waren die geleisteten Überstunden,  ohne die es nicht durchführbar gewesen wäre, selbstverständlich, an dieser Stelle ein Dank an alle Beteiligten!
Auch bedanken wir uns bei den Gmünder Unternehmen für die Unterstützung: zum einen bei der Firma Umicore und Proba (Heuchlingen), die für das Vergolden zuständig waren und dann natürlich bei der Firma Prade. Ohne deren Halbfabrikate wäre es schwierig gewesen, das mittelalterliche Erscheinungsbild zu erzeugen. Das Projekt wäre ohne die zahlreichen, durch die Firma Prade zur Verfügung gestellten Materialien wie Galerien, Metalle, diverse Glassteine und Perlimitationen in diesem Umfang nicht realisierbar gewesen.
 
Beteiligte FachschülerInnen: Arthur Arutjunjan, Julius Brettschneider, Sandra Friesen, Sina Gatter, Julian Rapp, Esra Yandakci, Johanna Köder, Bianca Höfler, Maximilian Klingelhöfer