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Besuch im Museum für Brotkultur

Die Bäcker der H1BA1 verbrachten den letzten Schultag in Ulm, ausgerechnet am höchsten Feiertag der Stadt Ulm, dem Schwörmontag. An diesem Tag hält der Oberbürgermeister seit dem Mittelalter seine Schwörrede, an der Donau findet an diesem Tag das „Nabada“ mit tausenden Teilnehmern und noch mehr Zuschauern statt. Entsprechend belebt war es in Ulm.

Trotzdem hatten wir das Glück, noch eine Führung durch das Museum für Brotkultur zu bekommen, die sehr interessant war. Schon vor 10.000 Jahren begannen Menschen wildwachsendes Getreide zu kultivieren. Die geernteten Körner wurden zwischen Steinen zermahlen, mit Wasser und Salz zu einem Teig vermengt und am Feuer gebacken – fertig war das urzeitliche Fladenbrot. Auf zwei weitere Entdeckungen mussten die frühen Bäcker allerdings noch einige Tausend Jahre warten: Erst Backofen und Sauerteig machten modernes Brot möglich.

Die Deutsche Brotkultur ist als nationales Kulturerbe anerkannt. Das deutsche Brotregister enthält 3200 verschiedene Brotspezialitäten! Als Bäcker arbeitet man sehr vielfältig in einem Beruf mit Tradition und Zukunft!

Betriebsbesichtigung Heimatsmühle und Handwerksbäckerei Mack

Am letzten Schultag wurde der Unterricht bei den Bäckern im zweiten Lehrjahr außer Haus durchgeführt. Zusammen mit Frau Leitenberger, Frau Kuttruf und Frau Dietter wurden zuerst die Heimatsmühle in Aalen besichtigt.

Nicht nur die klassischen Brotgetreide Weizen, Dinkel und Roggen werden dort vermahlen, sondern auch die Urgetreide Einkorn und Emmer. Dabei wird Wert auf den Bezug von regionalen Rohstoffen gelegt. Das Getreide wird, bevor es vermahlen wird, sorgfältig gereinigt, dann mit Walzenstühlen vermahlen. Anschließend wird das Mahlgut auf Plansichtern gesiebt, diese Vorgänge wiederholen sich immer wieder. Eine Mühle ist deshalb immer ein riesiges Gebäude mit vielen Stockwerken. Auch die Wareneingangskotrolle und das Mühlenlabor sowie die Verpackungsanlagen wurden besichtigt.

Im Anschluss ging es zur Handwerksbäckerei Mack nach Westhausen, wo die Führung vom Betriebsleiter, Herrn Herford, durchgeführt wurde. Hier zeigten sich die Azubis insbesondere von der Größe des Betriebes und der Maschinen, insbesondere des Durchlaufofens beeindruckt, auch von der Menge der hergestellten Backwaren. Bei einer leckeren Produktverkostung standen Herr Herford und Herr Mack den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung. Ein lehrreicher Unterricht der anderen Art, der viele bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

Schuljahresabschluss in Ulm

Die Bäcker der Klasse H1BA2 hatten zum Ende des ersten Lehrjahres die Gelegenheit, sich über die jahrtausendealte Geschichte des Backens zu informieren. Zusammen mit der Klassenlehrerin Frau Leitenberger ging es nach Ulm, und dort direkt ins Museum für Brotkultur. Dort erfuhr die Klasse interessantes über die Geschichte des Brotes und die Bedeutung des Brotes als Grundnahrungsmittels in der Geschichte. Es wurde deutlich, dass sich die Herstellungsprozesse – vom Dreschen und Mahlen des Getreides bis zum Teigmachen und Backen über die Jahrtausende nur wenig geändert haben. Brot hat eine Bedeutung, die weit über seinen Wert als Nahrungsmittel hinausgeht. Bis vor 250 Jahren war der Mangel an Brot gleichbedeutend mit Hunger. Doch der Hunger ist nicht allein ein Phänomen der Vergangenheit, im Museum wird auch eindringlich auf die Welternährungslage eingegangen.

Anschließend wurden noch das Münster besichtigt und die 768 Stufen auf den Turm des Ulmer Münsers erklommen.

An der Donau wurde auf die Migration im 18. Jahrhundert eingegangen, als zigtausend Deutsche auf Holzbooten in die von den Habsburgern neueroberten Länder im südostlichen Europa auswanderten.

Abschlussfahrt in den Skylinepark

Sonne, gute Laune, nette Menschen, spannende Herausforderungen, gemeinsam Spass erleben ..... - was braucht es mehr, um den letzten Schultag nach 3 Jahren Berufsschule zu genießen? Optimale Bedingungen, die letzten drei Jahre der Ausbildung Revue passieren zu lassen und einen Tag die in dieser Zeit gewonnenen Freundschaften zu pflegen und sich an halsbrecherischen Fahrgeschäften zu beweisen. Die Absolventinnen und Absolventen verschiedener Berufe - Bäcker, Fleischer, Fachverkäuferinnen, Friseure - genossen den Tag im Skylinepark bei Bad Wörishofen in vollen Zügen. Jetzt steht bei allen noch eine weitere Herausforderung an: die praktische Prüfung. Dazu wünschen alle beteiligten Lehrkräfte ein gutes Händchen, viel Erfolg und auch eine große Portion Glück!

Szenetreff in Endersbach

Einen Ausflug der besonderen Art durften vergangene Woche unsere Friseurklassen machen. Am 07.06. fuhren alle Friseurauszubildenden in das neu eröffnete Wella-Studio nach Weinstadt-Endersbach. Gemeinsam mit anderen angehenden Friseuren aus unserer Region durften Sie hier die neusten Szenetrends im Friseurhandwerk kennenlernen und selbst ausprobieren. Welche Färbetrends gibt es in dieser Saison? Ist Blond gleich Blond und steht es jedem? Welche neuen Produkte gibt es auf dem Markt?

Die Firma Wella gab wieder ihr Bestes und stellte in den neu gestalteten Praxisräumen im Haus der Scholz-Haarakademie ihre innovativen Ideen vor. An zahlreichen Damen- und Herrenmodellen wurden die neusten Schnitt- und Strähnentechniken gezeigt. Fragen waren dabei erwünscht und auch ein genauer Blick auf die Hände der Wellamitarbeiter war durchaus gestattet. Bei einem gemeinsamen Mittagsessen vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler sich über das Gesehene austauschen und über ihre Arbeit sowie Ausbildung sprechen.

Gegen 15.00 Uhr ging es dann gemeinsam nach Schwäbisch Gmünd zurück, nicht ohne noch intensiv über das Erlebte zu diskutieren und Telefonnummern mit Berufskolleginnen und Kollegen aus anderen Schulen auszutauschen.  

Backen in Italien

Seit nunmehr 7 Jahren gehört die Beteiligung der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd an der Veranstaltung „Pane in Piazza“ zum Jahresprogramm von der Bäckerazubis. Mitte September findet regelmäßig diese Benefizveranstaltung organisiert von den regionalen Bäckern und dem örtlichen Lions-Club in Vigevano (ca. 45 km südwestlich von Mailand) statt. Dieses Jahr waren Benjamin Urban und Patrik Götz (im 3. Ausbildungsjahr) mit von der Partie. Ausgewählt für das „Team Germania“ wurden die beiden wegen außerordentlicher Leistungen bei Schulprojekten und bei der Zwischenprüfung.

Beeindruckt waren die Nachwuchsbäcker von der emsigen Betriebsamkeit der ca. 40 Bäcker im 300 qm großen Veranstaltungszelt. Bäcker aus Spanien, Ungarn sowie aus verschiedenen Regionen Italiens produzierten gemeinsam mit dem deutschen Team im Zelt ihre Spezialitäten. Beide Azubis waren von der internationalen Zusammenarbeit begeistert.

Das Gmünder Team produzierte während der 3-tägigen Aktion unter der Leitung der Technischen Lehrerin Gerlinde Kuttruf und TL i.R. Heinz Engel ca. 2700 Brezeln, 300 Briegel, 150 kernige Brote und 400 kleine Zöpfe und Zimt-Franzbrötchen. Damit leistete es einen guten Beitrag zu dem erwarteten Erlös in Höhe von 20 000 – 25 000 Euro. Dieses Jahr wird die Vereinigung " il focolare" in Vigevano (eine Institution, die bedürftige Familien unterstützt) den Betrag erhalten.

Originalton der jungen Bäcker: „Es ist ein gutes Gefühl mit seiner Tätigkeit einen Anteil zur Unterstützung eines wohltätigen Zweckes zu leisten".

Schneiderinnen besuchen Hugo BOSS

Zum Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung, die alle Mode- und Maßschneiderinnen ausgezeichnet abgeschlossen haben, stand eine Betriebsführung bei Hugo BOSS auf dem Programm. Zusammen mit ihren Fachlehrerinnen Fr. Coric und Fr. Trefz erhielten sie Einblicke in die Anzugproduktion in den Bereichen Zuschnitt, Näherei und Bügelei. Wir wünschen allen Berufseinsteigerinnen einen guten Start ins Berufsleben!

Schmuckschulen besuchen Symposium bei FEM

Auf Initiative von Fachlehrerin Iris Köhnke besuchten Schülerinnen und Schüler der Gmünder Schmuckschulen auf Einladung des Fördervereins das Symposium „Gold, Silber, Gmünd – Schmucktechnologien heute“ im Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (FEM).

Es sprachen vier Dozenten zu den neuesten Erkenntnissen im Bereich Edelmetalle und Brillanten. Es ging um die Eigenschaften von Silber- und Platinlegierungen, Recyclingprozesse in der Edelmetallherstellung und aktuelle Informationen zu Diamanten.

Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Schmuck und Gerät, des Berufskollegs Design, Schmuck und Gerät und der Berufsschule Goldschmied waren ausgesprochen beeindruckt, so viel Aktuelles zu Ihrem Berufsfeld zu erfahren.

Im Anschluss folgte eine lebhafte Diskussion. Unser Dank gilt dem Förderverein, dem Forschungsinstitut und den Dozenten.