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Teambuilding beim Klettern

Das Schuljahr nähert sich schon wieder langsam, aber unaufhaltsam seinem Ende. Für die Eingangsklassen am TG bedeutet das, dass man beginnen kann, an die finale Phase der Schulzeit bis zum Abitur - die gymnasiale Oberstufe – zu denken. Diese zwei Jahre bis zur Abschlussprüfung warten mit Herausforderungen auf, denen eine Klasse am besten als starke Gemeinschaft mit ausgeprägtem Zusammenhalt begegnet. Um eben dies zu fördern, hat die TG E2 mit Profil Gestaltungs- und Medientechnik nun jüngst zwei Tage lang mit Klassenlehrer Andreas Kübler und Lehrerin Brigitte Enssle den gewohnten Schulalltag verlassen und sich in Sachen Teambuilding mehrfach „in die Höhe“ begeben.

Gemeinsam wanderte man bei schönstem Wetter auf das der Schule nahe Gruppenhaus auf dem Schwarzhorn, wo man verschiedene Programmpunkte erleben durfte, die alle einen Hauptfokus hatten: Das noch bessere Kennenlernen untereinander und die Ausprägung eines „Wir-Gefühls“. Im Naturhochseilgarten beispielsweise musste man bei zwei besonderen Übungen, unterstützt und gesichert von der Klasse, seine eigenen Grenzen ausloten und diese vielleicht sogar überschreiten.

Aber auch selbstverständlich erscheinende Elemente im Tagesablauf wie z. B. gemeinsam für das Essen verantwortlich zu sein, können eine Gruppe wachsen lassen. Zudem wurde jedem auch bewusst, wie sehr man solche, durch Corona lange unmöglichen Erlebnisse, vermisst hat.

Besonders geschätzt haben die Schülerinnen und Schüler zudem eine Aufgabe, die man gänzlich allein bestreiten musste: Das Verfassen eines Briefes an sich selbst, in dem verschriftlicht wurde, warum man am TG der Hochschulreife entgegenstrebt. Im Idealfall bleiben diese Briefe versiegelt und werden erst mit erreichtem Abschluss an die Schüler zurückgegeben. Entsteht aber in der Oberstufe eine schwierige Phase, die jemanden Zweifeln lassen, so können diese Zeilen und eine starke Klassengemeinschaft dann vielleicht, dass der Blick wieder nach vorne geht.

Von Kohle über Erdgas zu Wasserstoff

Am 2. Juni 2022 fand eine Exkursion des Technischen Gymnasiums Schwäbisch Gmünd zum Kohlekraftwerk nach Altbach/Deizisau statt. Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse besuchten in Begleitung ihrer Chemielehrerin Brigitte Enssle das Heizkraftwerk der EnBW.

Das Kraftwerk besteht aus 2 Steinkohleblöcken, 3 Gasturbinenanlagen und einem Gas-Öl-Kombiblock in Kaltreserve. Es ist eine zuverlässige Energiequelle in der Region. Die zwei Heizkraftwerksblöcke werden mit Kohle betrieben und produzieren gleichzeitig Strom und Fernwärme – so werden die Brennstoffe effizienter genutzt und es kann jeweils eine Fernwärmeleistung von 280 Megawatt ausgekoppelt werden. Die Anlagen an diesem Standort erzeugen eine elektrische Leistung von insgesamt ca. 1 200 Megawatt.

Das Heizkraftwerk wird in den folgenden Jahren umgebaut und statt mit Kohle künftig mit Erdgas betrieben. Dafür sollen bereits jetzt Gas- und Dampfturbinen-Anlagen gebaut werden. Das Gaswerk könnte auf Knopfdruck Strom- und Fernwärme produzieren und somit die erneuerbaren Energien ergänzen. Es wäre sehr flexibel und zuverlässig und springt dann ein, wenn nicht genügend Wind- und Sonnenstrom zur Verfügung steht. Zusätzlich wird der Ausstoß von Treibhausgasen um mehr als 50% gesenkt. Das Erdgas soll als Übergang genutzt werden, bis genügend grüner Wasserstoff zur Verfügung steht und die Infrastruktur darauf umgestellt ist. Bis 2026 soll der Standort Altbach/Deizisau vollständig kohlefrei sein.

Es ist wichtig, sich über den enormen Energieverbrauch bewusst zu werden. Selbst im Standby-Modus wird deutschlandweit Strom von drei Heizkraftwerken benötigt. Gleichzeitig ist es wichtig, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen, wie es bereits beispielsweise mit Offshore Windparks in Dänemark und Schweden getan wird. Uns war vor der Führung nicht bewusst, wie viel Energie in einem Heizkraftwerk erzeugt wird und wie enorm wichtig es nicht nur für die Region, sondern für die gesamte Wirtschaft ist. Durch den Krieg in der Ukraine ist außerdem die Abhängigkeit in Bezug auf Gas und Kohle nochmals sehr deutlich geworden. Die meiste Kohle und vor allem das Gas wurden aus Russland importiert. Im Moment wird keine Kohle mehr von dort bezogen und wegen der einbrechenden Gaslieferungen aus Russland soll trotz der CO2-Problematik verstärkt Kohle zur Stromerzeugung genutzt werden.

Der Wald ist voller Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung nimmt heutzutage in der Umweltpolitik bekanntlich eine zentrale Rolle ein, wenn es darum geht, die natürlichen Ressourcen unseres Planeten zu schonen und somit eine intakte Umwelt für Menschen und Tiere zu bewahren.

Um sich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver zu beschäftigen, nahm die Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd mit zwei Klassen der 2-jährigen Berufsfachschule, in Begleitung ihrer Klassenlehrer, dieser Tage an dem BNE-Projekt (BNE: Bildung für nachhaltige Entwicklung): „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“ teil, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird. Zentrale Veranstaltungsorte waren das Waldpädagogikzentrum Ostalbkreis im Himmelsgarten, der angrenzende Wald im Taubental, die „Freiluftküche“ im Suppenstern sowie die Gmünder Wissenswerkstatt Eule.

In ganz unterschiedlichen, handlungsorientierten Workshops wurden die Schüler dazu eingeladen, darüber nachzudenken, wie es möglich ist, so zu leben, dass bestimmte Ressourcen auch in Zukunft noch genutzt werden können. Angeregt durch verschiedene Aufgabenstellungen und gruppendynamische Übungen (u.a. wurde auch gemeinsam gekocht) entwickelten die Schüler Ideen, wie sie selbst ihren Alltag nachhaltiger gestalten und umweltbewusster leben können. Ihnen wurden auch die Konsequenzen des eigenen Handelns auf aktuelle und künftige Generationen und Menschen in anderen Regionen der Welt bewusst. Darüber hinaus erfuhren sie, dass ein realistisches Konzept zum Schutze des Menschen und der Umwelt sinnvollerweise auf drei Säulen basieren sollte: Der ökologischen, der sozialen und der ökonomischen Nachhaltigkeit.

Die Mittelstufenschüler der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd waren begeistert von dieser außerunterrichtlichen Veranstaltung, beteiligten sich auf aktive Weise an dem waldpädagogischen Projekt und reflektierten ihr eigenes Werteverständnis und Verhalten. So diente diese Veranstaltung neben der Vermittlung von Einsichten und Erkenntnisse über nachhaltigen Konsum und umweltbewusste Lebensweise gleichzeitig der individuellen Naturerfahrung als auch der Gemeinschafts- und Beziehungspflege sowie dem Klassenzusammenhalt.