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Im Physikalischen Institut der Universität Stuttgart

Zur Vertiefung der im Unterricht thematisierten Inhalte und um die Chance zu haben, selbst in inspirierend professionellem Umfeld experimentell tätig zu werden, fuhr ein Physikkurs der Jahrgangsstufe 2 des Technischen Gymnasium in Begleitung von Fachlehrer Andreas Kübler an das 5. Physikalische Institut der Universität Stuttgart. Im dortigen Schülerlabor hatte man die Möglichkeit, die Phänomene Beugung und Interferenz von Wellen mittels Laserlicht zu untersuchen. Das Verständnis hierzu liefert Erklärungsmöglichkeiten sowohl für Naturphänomene (wie etwa das Schillern einer Seifenblase) als auch technische Anwendungen (wie der Spektroskopie). Vor Ort betreut wurden die Abiturienten unter anderem von einer ehemaligen Schülerin des Gmünder TG, die nun selbst Mathematik und Physik studiert.

Neben dem Erleben der eigenen Handlungserfahrungen gab es noch eine Besonderheit an diesem Exkursionstag: Die Gruppe wurde von Dr. Robert Löw durch ein physikalisches Grundlagenforschungslabor im Bereich der Quantenphysik geführt. Dort konnte man einen Eindruck davon gewinnen, mit welchem immensen personalen und finanziellen Aufwand in der experimentellen Physik geforscht wird. Sowohl für ein Verständnis für die Welt, in der wir leben, als auch zur Fortschreibung der Geschichte der technischen Entwicklung.

Da die Betrachtung quantenphysikalischer Zusammenhänge die Ausbildung am TG inhaltlich abschließen, war der Besuch an der Stuttgarter Universität nun ein wunderbarer Brückenschlag hin zu den letzten Unterrichtswochen vor der Abiturprüfung.

„Die Welt um uns ist voller Energie“

„Die Welt um uns ist voller Energie“

Die Sonne liefert in einer Sekunde das 10 000 fache des Weltenergieverbrauchs. Mit der Energie aus einem Blitz könnte man sein iPad 33 000 mal aufladen. 99 % unseres Planeten sind wärmer als 1000 °C – mit den oberen 3 Kilometern der Erdkruste könnte man die Erde 100 000 Jahre lang mit Energie versorgen. Die Waldfläche in Baden-Württemberg beträgt 1,4 Hektar – hier wachsen rund 1 Millionen Festmeter Energieholz im Jahr, damit könnte man 500 000 Niedrigenergiehäuser heizen.

Das Thema Energie stand im Mittelpunkt der Exkursion von 32 SchülerInnen des Technischen Gymnasiums  Schwäbisch Gmünd JI in Begleitung ihrer Lehrerinnen Brigitte Enssle und Christa Hannak zum Heizkraftwerk in Altbach/Deizisau der EnBW.

Der Energieversorger investiert in Windparks an Land und auf See, Biogas und Solarenergie und bi etet Ökostrom aus eigener Wasserkraft an. Nach diesen Ausführungen wurde der Standort Altbach/ Deizisau der EnBW vorgestellt und das HKW 2 erkundet. Es wird mit Steinkohle betrieben, wobei die Produktion von Strom und Fernwärmegekoppelt werden kann. So lässt sich der Wirkungsgrad von 44% auf 70 % steigern. Pro Stunde werden 100 t Steinkohle aus Russland oder Kolumbien verbrannt, die von Rotterdam mit der Bahn nach Altbach transportiert werden. Im HKW2 ist ein zusätzlicher Gasturbinenprozess integriert, der schnell Strom bereitstellen kann. Eingespeist wird der Strom mit der in Europa einheitlichen Frequenz von 50 Hertz in das 400-kV-Höchstspannungsnetz. Eine Konstanthaltung dieser Netzfrequenz ist eine Herausforderung beim steigenden Anteil an alternativen Energien.

Dem Verbrennungsprozess nachgeschaltet sind hochwirksame Maßnahmen zur Entstickung, Entstaubung und Entschwefelung der Rauchgase.

Durch die gleichzeitige Strom- und Fernwärmeerzeugung werden die Brennstoffe effizienter genutzt und somit der CO2-Ausstoß verringert. Während Deutschland so schnell wie möglich aus der Kohle-verstromung aussteigen will, wird der Kohleverbrauch in Asien auch in den nächsten Jahren konstant bleiben – eine Trendwende ist dort noch nicht in Sicht.

Jeder kann zur Reduzierung des Stromverbrauchs beitragen, allein zur Aufrechterhaltung des Standby-Modus wird Strom von drei Heizkraftwerken benötigt.

Kunst-Exkursion des Technischen Gymnasiums nach Karlsruhe

So sieht eine motivierende Vorbereitung und auf das kommende Kunst-Abitur aus: Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums besuchten in der barocken Fächerstadt Karlsruhe die Staatliche Kunsthalle und das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM).

In der badischen Metopole wurden Gebäude von Barock über Klassizismus, Historismus, Jugendstil bis zur Bauhaus- Moderne und der transparenten Architektur des Bundesverfassungsgerichts im urbanen Umfeld betrachtet. Der künstlerische Arbeitsbereich „Architektur“ ist abiturrelevant und so konnte ein großer Teil im Original erfahren werden.

Der Schwerpunkt Malerei führte in die Kunsthalle. Ausgangspunkt bildete das Gesamtkunstwerk der Thoma-Kapelle aus dem Jahre 1909, die mit Gemälden und Schnitzereien einen ganz eigenen Gedankenkosmos abbildet, der weit über rein christliche Motive hinausgeht und sowohl in die mittelalterliche Tradition zurückblickt, als auch zeitgenössische Ideen spiegelt.

Die spätmittelalterliche Maltechnik im Original konnte an den vor allen an den Grisaille-Malereien von Matthias Grünewald nachvollzogen werden.

Auch die folgende Entwicklung der Malerei von deutscher und italienischer Renaissance zum Barock wurde sich angesichts des Vanitas-Stilllebens von Jacob Marrel aus dem Jahre 1637 diskutiert. Kunsterzieher Ingolf Plaga von der Gewerblichen Schule betont, dass es sich lohne, vor dem Original zu stehen und sich mit den Fragen zu beschäftigen, die ein Kunstwerk aufwirft.  

Auch auf dem Programm stand die große Jubiläumsausstellung zum 30-jährigen Bestehen des ZKM. Hier stammt das älteste Werk aus den 1940er Jahren, der Schwerpunkt sind künstlerische Arbeiten, die mit Medien, Video, Computer und künstlicher Intelligenz umgehen. Da bleiben die Betrachter nicht passiv, sondern sie können selbst mit den Werken interagieren. Und das kam bei den jungen Leuten besonders gut an.

Schmuckschüler im FEM

Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät und der Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät waren mit ihren Lehrkräften Iris Köhnke, Sibylle Don und Ute de Maight bei einer Vortragsreihe im FEM, dem Gmünder „Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie“ zu Besuch. Die Mitarbeiter gewährten dabei Einblick in die aktuellen Arbeitsfelder und Trends in der Schmucktechnologie.

Die Forschungsergebnisse bezüglich der Gießtechniken und der Eigenschaften von Palladiumlegierungen sowie die Studien zum Anlaufverhalten von Silber stießen bei den Schülerinnen und Schülern auf besonderes Interesse. Einige Anregungen – wie z.B. der Ossa-Sepia-Guss, bei dem eine aus dem Meer angespülte Rückenschale einer bestimmten Tintenfischart als Gussform verwendet wird -  wurden mit Faszination aufgegriffen und sollen demnächst bei eigenen Kreationen umgesetzt werden.

Das Berufskolleg Gestaltung in der Bibliothek der Hochschule für Gestaltung

Einjähriges Berufskolleg Gestaltung auf „Arbeitsbesuch“ in der Bibliothek der Hochschule für Gestaltung, Schwäbisch Gmünd – mit deren Leiterin Hanna Heer

Die Bibliothek der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd ist eine hervorragend sortierte Handbibliothek, die einen idealen Einstieg in Literaturrecherche und digitales Bibliothekswesen ermöglicht. Das erfuhren die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Gestaltung während eines Pflichttermins im Rahmen ihres Fachs Projektarbeit – sollen sie doch im Rahmen dieses Fachs lernen, wie man eine umfangreiche Seminararbeit verfasst – unter den Bedingungen des wissenschaftlichen Arbeitens. „Wir machen die Schülerinnen und Schüler studierfähig und fachhochschulreif“ – so ihr Fachlehrer Mathias Hütter. Die Projektarbeiten im Berufskolleg Gestaltung stehen in diesem Schuljahr unter der großen Überschrift „100 Jahre Bauhaus“. Die Leiterin der HfG-Bibliothek, Hanna Heer, hatte für die Schülergruppe extra einen Tisch reserviert, damit sich die einzelnen Teams im Rahmen ihres Arbeitsauftrags gut austauschen konnten. Hanna Heer freute sich über die interessierte Klasse und bekräftigte, dass sie diesen jährlichen Einführungstermin immer wieder sehr gerne übernimmt.

Intensive Startimpulse: Das einjährige Berufskolleg Gestaltung auf Exkursion in Stuttgart

Das Berufskolleg Gestaltung im Weißenhofmuseum in der Weißenhofsiedlung Stuttgart

Das neue Schuljahr war noch nicht richtig angelaufen, da brachen die Schülerinnen und Schüler des einjährigen Berufskollegs Gestaltung bereits zu ihrer ersten Fachexkursion nach Stuttgart auf: Die Weißenhofsiedlung und die Staatsgalerie standen auf dem Programm der ganztägigen Exkursion. An beiden Zielen begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spur der Moderne. In der Sammlung der Klassischen Moderne in der Staatsgalerie Stuttgart unternahmen die Exkursionsteilnehmer einen Spaziergang durch die Kunstströmungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit tradierten Inhalten und Formen brachen. Und in der Weißenhofsiedlung erfuhren die gestaltungsinteressierten Schülerinnen und Schüler, was das Revolutionäre an den 33 kubischen Flachdachhäusern, die 1927 den Kern der Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung“ ausmachten, darstellte und auch heute noch darstellt. An beiden Exkursionszielen erhielten die Schülerinnen und Schüler intensive Startimpulse sowie umfassende zeitgeschichtliche Informationen – stehen doch die Projektarbeiten im Berufskolleg Gestaltung in diesem Schuljahr unter der großen Überschrift „100 Jahre Bauhaus“. Mies van der Rohe – ab 1930 der dritte Bauhausdirektor – hatte beim Bau der Weißenhofsiedlung die Bauleitung inne und errang durch die schon damals große nationale und internationale Wirkung der Weißenhofsiedlung großes Ansehen. „Exkursionen bieten ganz besonders intensive und nachhaltige Lernerfahrungen,“ betonen die beiden Gestaltungs-Fachlehrer im Berufskolleg, Gabriele Kohn und Mathias Hütter, und weisen darauf hin, dass noch weitere „Ortstermine“ in diesem Schuljahr folgen werden – der Besuch der Semesterausstellung an der Hochschule für Gestaltung, ein Besuch eines Designbüros und eine Abschlussfahrt mit Gestaltungsschwerpunkten.