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Die Tradition des Backens im Holzofen kennengelernt

Einen Holzofen zu befeuern erfordert vor allem Erfahrung. Anders als bei anderen Öfen ist hier keine Nachregulierung möglich. Ist der Ofen nach dem Abbrennen des Holzes nicht heiß genug, gibt es keine Möglichkeiten des Nachheizens. Die Gelegenheit, Einblick in das Backen mit dem Holzofen zu bekommen, hatten die Bäcker-Azubis im dritten Lehrjahr im Hofcafé in Herdtlinsweiler. Harald Mangold zeigten den Schülerinnen und Schülern sowohl das Befeuern der Öfen mit Holz als auch das Einschießen der sehr weichen Teige, die direkt auf der Ofenfläche gebacken werden, auf der zuvor- vor einer gründlichen Reinigung – noch das Holz brannte. Die Qualität der Holzofenbrote hat die angehenden Bäckerinnen und Bäcker voll überzeugt.

Im Anschluss ging es in die Bäckerei Köhler nach Lautern. Auch hier wird Wert auf ehrliches Handwerk und beste Qualität gelegt. Eva-Maria Kientz, Bäckermeisterin in der 7. Generation, führte durch den Betrieb. Frau Kienz ist Mitglied in der Deutschen Bäcker-Nationalmannschaft. Neben anderen Auszeichnungen wurde sie 2008 Weltmeisterin beim Sigep-Bread-Cup in Rimini, einem internationalen Wettkampf meisterlicher Backkunst. Einblick in die hohe Kunst der Konditorei erhielten die Azubis beim Zuckerhasengießen und Pralinenherstellen, wo sie jeweils selbst mit Hand anlegen durften. Auch in ihrem Betrieb steht übrigens ein Holzbackofen – dieser wird mit Holzpellets befeuert.  

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