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Drogen- und Suchtprävention in der dualen Ausbildungsvorbereitung

Vor dem Hintergrund der Drogen- und Suchtprävention besuchten am 28. Februar 2018 Patriz Nimführ und Harry Kuhn von der Schwäbisch Gmünder Selbsthilfegruppe „Lebensfreude ohne Sucht“ die duale Ausbildungsvorbereitung (AVdual) unserer Schule.

Gebannt lauschten die Schüler den Ausführungen der beiden Männer, die schonungslos ihr Leben sowie ihren Weg in die Alkohol- bzw. Drogensucht beschrieben. Während Herr Nimführ nach dem Verlust seines Führerscheins seine damalige Situation erkannte, beschloss er augenblicklich keinen Schluck Alkohol mehr zu trinken. Heute ist Herr Nimführ seit vielen Jahren „trocken“, geht seinem Beruf nach und engagiert sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen, u.a. als Leiter der Selbsthilfegruppe, als Bewährungshelfer für jugendliche Straftäter sowie als Schöffe.

Die Biografie von Herrn Kuhn verlief dagegen dramatischer: Nachdem er als Jugendlicher keine Arbeitsstelle gefunden hatte, rutschte er rasch in die Drogenabhängigkeit und -szene. Zunächst waren es Marihuana und Alkohol, später folgten harte Drogen, nicht zuletzt Heroin. Aufgrund mehrerer Straftaten, die im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität standen, verbrachte Herr Kuhn 16 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Nachdem ihm Ärzte erklärten, dass seine Lebenserwartung nur noch wenige Monate betragen würde, entschloss er sich schließlich doch, sein Leben grundlegend zu ändern. Er suchte die Selbsthilfegruppe in Schwäbisch Gmünd auf und unterzog sich einer Therapie. Herr Kuhn ist heute froh, dass er „clean“ und „trocken“ ist, dass ihm das Leben eine zweite Chance gab und er heute seinen Beitrag dazu leisten kann, insbesondere junge Menschen vor den Gefahren der Sucht eindringlich zu warnen.

Der Besuch dieser beiden Männer an unserer Schule beeindruckte die Schüler sehr. Sie stellten viele Fragen, die Herr Nimführ und Herr Kuhn bereitwillig und sehr offen beantworteten. Vielen wurde klar, dass auch der Umgang mit legalen Drogen sehr bewusst und kontrolliert geschehen muss, und dass es ein wichtiges persönliches Ziel eines jeden Menschen sein sollte, sein Leben ohne Sucht zu leben.

 

 

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