Sie sind hier:

MINT-AG des HBG erkundet die Galvanotechnik

„Grau ist alle Theorie“, sagt Mephisto in Goethes bekanntestem Drama Faust. Dass der Teufel unrecht hat, beweist Bio-und Chemielehrerin Kathrin Schmid. Die Leiterin der MINT-AG (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) des Hans-Baldung-Gymnasiums weiß, dass Theorie nicht grau und langweilig ist, wenn man sich dadurch die Welt erklären kann. Und da die Welt nicht nur im Klassenzimmer stattfindet, hat sie ein Programm ausgearbeitet, das den über 20 interessierten Zehntklässlern naturwissenschaftliche Phänomene durch konkrete Anschauung nahebringen soll. Dazu gehörte erstmals ein Besuch bei den Spezialisten für Oberflächenbeschichtung der Gewerblichen Schule, die in dem Gebäude der Hochschule für Gestaltung eine Außenstelle besitzt. Welche Geheimnisse hinter den Metallen stecken und wie man diese auf vielfältige Weise verwendbar macht, wissen die Fachlehrer der Gewerblichen Schule Martin Klotz und Holger Wulf, die anschaulich die Probleme und Lösungen zeigten. Wie gelingt es, dass Metalle nicht rosten und aufgetragene Farben behalten? Das sind Fragen, die durch engagierte Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler beim Feuerverzinken, Anodisieren, Einfärben und Vergolden von Kapselöffnern und Metallfiguren gelöst wurden.

„Wenn wir das später im Untericht aufarbeiten, haben die Schüler keine Berührungsängste mit Formeln, weil sie eine konkrete Vorstellung davon haben, was da vor sich geht“, sagt Kathrin Schmid. Es sei schön zu erleben, wie sich nach und nach bei den Schülern eine Faszination für die Naturwissenschaften entwickelt.

Die selbst gefärbten Flaschenöffner und vergoldeten Figuren durften die Schüler mitnehmen – als Erinnerung daran, dass nicht der Teufel im Detail sitzt, sondern spannende Naturwissenschaft in ihrer bunten Vielfalt.

Zurück