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Mit Highspeed ins Ingenieurstudium?

Studienorientierung am Technischen Gymnasium mit ehemaligen Schülern

Am Technischen Gymnasium (TG) der Gewerblichen Schule haben sich seit Jahren Besuche ehemaliger Schülern etabliert, die über ihren weiteren Werdegang berichteten. Diese Woche war der angehende Ingenieur Kevin Sing, der 2016 das Abitur am TG bestanden hatte, an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt und brachte als besonderes Highlight das Rennteam der Uni Stuttgart samt Rennwagen mit, um anschaulich demonstrieren zu können, was die Faszination an technischen Studiengängen ausmacht. In drei Durchgängen informierte das studentische Team alle Klassen des TGs in einem Impulsreferat zum Thema „Was brauche ich, um Ingenieurwissenschaften zu studieren?“ „Ein gewisses Verständnis für Mathematik sollte man schon mitbringen“, sagte Sing. Viel wichtiger sei allerdings, dass man ein Interesse an technischen Vorgängen und Geräten habe. Das zeige sich schon dadurch, dass man z.B. sein Fahrrad selbst repariere oder auch sonst Freude am Basteln mit Technik habe.

Als persönliche Motivation nannte Sing die Entwicklung eines Rennwagens im Rahmen der „Formular Student“, einer Talentschmiede für angehende Kfz-Konstrukteure. Bei diesen Wettbewerben treten verschiedene Teams von Universitäten gegeneinander an, um in den Disziplinen Konstruktion, Rennperformance, Finanzplanung und Vermarktungsstrategie den Sieger auszumachen. Die Arbeit im Rennteam der Uni Stuttgart ermögliche die direkte Anwendung des theoretischen Wissens und eröffne zudem Kontakte zur Automobilindustrie, mit der man im Austausch stehe, z.B. um Spezialanfertigungen realisieren zu können. Zudem betonte der Getriebespezialist Sing, dass die Ergebnisse der Arbeit auch eine Grundlagenforschung für die Serienproduduktion von Automobilen sei. Aerodynamik und Energieeffizienz sind sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Aspekten relevant.

Bei den Schülerinnen und Schülern des TGs stieß der vom Team konstruierte Rennwagen auf großes Interesse. Das Rennteam gab kompetent Auskunft zu den Fragen nach technischen Details und Fahreigenschaften.

Die Schule sieht derartige Veranstaltungen als wichtige Orientierungshilfe und Motivation für die Schüler, einen Studiengang im MINT-Bereich in Erwägung zu ziehen.

Schulleiterin Sabine Fath dankte den Referenten und dem Mathematiklehrer Alexander Förstner, der den Kontakt zum Rennteam vermittelte, für ihr Engagement und wünscht den Studenten viel Erfolg in ihrem beruflichen Werdegang.

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