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Mit „Lauf zum Mond“ zum Wettbewerbssieg

Berufskolleg Produktdesign der Gewerblichen Schule entwickelt Kinderspielzeug

Die Stimmung ist ein bisschen wie bei den TV-Shows „Deutschland sucht den Superstar“ und „Die Höhle der Löwen“. Nervosität liegt im Raum, die Jury guckt manchmal kritisch, manchmal neugierig oder auch amüsiert. Und sie stellt Fragen und macht Anmerkungen. Nur hier werden der Jury keine Gesangeskünste oder oder in der Hoffnung auf lukrative Verträge mehr oder weniger brauchbare Produkte präsentiert. Hier geht es um Kinderspielzeug, das von angehenden Produktdesignassistenten der Gewerblichen Schule entwickelt wurde. Die Jury besteht aus Fachlehrern aus dem Design- und Technikbereich und einer Delegation der Lebenshilfe Göppingen. In dem Projekt „Spielen ist (k)ein Kinderspiel“ wurden durch die Schülerinnen und Schüler Lernspielzeuge für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren entwickelt. Die Besonderheit ist, dass dieses Projekt in einen Produktionsprozess in den Behindertenwerkstätten der Lebenshilfe überführt werden kann. Deshalb ist die Umsetzbarkeit auch ein wichtiges Bewertungskriterium, neben der Spielidee und der Präsentation.

Die zukünftigen Produktentwickler legten viel Wert auf die Qualität der Spiele. Auch dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Eltern wurde Rechnung getragen und vornehmlich ressourcenschonende, umweltfreundliche und natürliche Materialen verwendet. Daneben spielt auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Kann sich ein Knopf lösen und verschluckt werden? Sind Kugeln groß genug, dass sie nicht in den Mund genommen werden können und klein genug, dass ein Kleinkind sie problemlos greifen kann? Die Spiele müssen so angepasst werden, dass sie alle Zertfizierungs- und Prüfsiegel erhalten.

Jörg Schneider, Bereichsleiter der Behindertenwerkstätten der Lebenshilfe, zeigt sich überrascht von dem Ideenreichtum und dem hohen Niveau der jungen Spieleentwickler. „Wir werden die besten Projekte jetzt so vorbereiten, dass sie von unseren benachteiligten Menschen in unseren Werkstätten gefertigt werden können.“ Schulleiterin Sabine Fath betonte bei der Preisverleihung, dass jeweiligen Entwickler auch namentlich genannt werden. Alle Teilnehmer bekommen zudem eine Urkunde, was sich sicherlich hervorragend in Bewerbungen mache, so Fath.

Edward Wiens mit seinem „Wurfspiel“ und Larissa Blum, Lisa Fritz, Vanessa Lang mit Ihrem Multi-Spiel „Arche Noah“. Über den ersten Platz für das Spiel „Lauf auf den Mond“ freuten Cemal Yilmaz, Dilara Özden und Pascal Zöller. Der zweite Platz an die Gruppe mit Hanna Duschek, Lea Steinfeld und Georg Maier, die eine „faltbare Kometenhöhle“ entwickelten.

Gleich zweimal wurde der dritte Platz an Edward Wiens für ein „Wurfspiel“ und an Larissa Blum, Lisa Fritz, Vanessa Lang mit ihrem Multi-Spiel „Arche Noah“ vergeben.

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