Sie sind hier:

PH-Studenten entwickeln Onlineunterricht mit Berufsschule

Abteilungsleiterin Christine Anderle-Wendel

Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule und Gewerblicher Schule setzt neue Akzente im Online-Unterricht

Der Start in eine Berufsausbildung ist schon eine Herausforderung. Alles ist neu, Kollegen, Betrieb, Arbeitsabläufe. Man muss sich in vielen Bereichen gleichzeitig zurechtfinden. Zudem macht das Coronavirus die Sache nicht einfacher. Und nicht zu vergessen die Berufsschule, die für die Qualität des deutschen Berufsausbildungssystems in Theorie und Praxis sorgt. Diese Qualität gibt es nicht umsonst: Konzentration, Ausdauer und Lernen gehören dazu. Wie an allen anderen Schulen auch werden nach der Inzidenzzahl die Berufsschüler, bis auf die Abschlussklassen, in den Fernunterricht geschickt. Mit Leidenschaft und Engagement begleiten die Lehrerinnen und Lehrer die  Lehrlinge zum bestmöglichen Abschluss. Gleichzeitig müssen aber auch die anderen Lehrjahre mit Material versorgt und Übungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie sich selbstständig und nach Möglichkeit zeitunabhängig auseinandersetzen können. Das erfordert sehr viel Aufwand. In dem Bereich bekommt jetzt die Gewerbliche Schule wertvolle Unterstützung von der Pädagogischen Hochschule Gmünd. Ein engagiertes Team um Professor Uwe Faßhauer gestaltete ein Lernprogramm für Berufsschüler auf Basis der Plattform Moodle. Hier wurde z.B. eine Einführung in den Satz des Pythagoras mit verschiedenen Lektionen, Übungen und spielerischen Elementen wie einem Memory zur Vertiefung für den Theorieunterricht der Industriemechaniker und Mechatroniker des ersten Lehrjahres entwickelt. Im Rahmen des fachdidaktischen Projekts überzeugten sich die angehenden Ingenieurpädagogen im Onlinekontakt mit den Berufsschülern von der Funktionalität und dem Motivationsfaktor der Unterrichtseinheit. Professor Faßhauer, Jonas Fluhr, Marcus Hager und Carolin Hegele berichteten jetzt Schulleiterin Sabine Fath und Abteilungsleiterin Christine Anderle-Wendel von den Ergebnissen des Testlaufs und des Feedbacks der Schülerinnen und Schüler. Die verschiedenen Übungen mit Bildelementen im Wechsel mit kurzen Infotexten kamen bei den Schülern gut an. Lob gab es auch von Anderle-Wendel, die den Charme der Übungen durch einen Selbsttest bestätigen konnte. Sabine Fath dankte Faßhauer als Experten im Bereich „Digitalisierung im Kontext beruflicher Bildung“ und dem Entwicklungsteam für ihren Einsatz und freut sich über eine Fortsetzung der fruchtbaren Kooperation, die dem digitalen Wandel in der Pädagogik wertvolle Impulse gibt.

Zurück