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Schmuck mit Sinn für Tiefe

Goldschmiedelehrling der Gewerblichen Schule Theresia Kolb gewinnt den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb „Junge Cellinis“

Es zeigt schon ein großes Talent im Goldschmieden: Theresia Kolb fing im Sinne des Wortes die Aufmerksamkeit der Juroren beim Bundeswettbewerb des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. mit einem Fischernetz. Zum diesjährigen Thema „Meeresfrüchte“ schuf die Auszubildende im zweiten Lehrjahr eine Halskette mit einem hohen Symbolwert. Das „Geisternetz“ ist ein schmuckgewordener Protest gegen die Verschmutzung der Meere und gegen eine Politik, die es zulässt, dass viele Menschen auf der Flucht im Meer ertrinken. So ist in das Netz die Zahl 8371 eingehängt – die Anzahl der Menschen, die seit Beginn der Ausbildung von Theresia Kolb bei der Goldschmiede Marschall in Stuttgart-Degerloch auf der der Flucht nach Europa im Mittelmeer ums Leben kamen.

Aber das Schmuckstück zeigt auch die fasziniernden Seiten der Ozeane. Der Blickfänger ist ein Seedrache, dessen natürliches Schillern mit raffiniert versteckten Leuchtdioden nachempfunden wird.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung – und zudem hat es viel Spaß gemacht, die eigenen Ideen umzusetzen“, sagt Kolb, die vor ihrer Goldschmiedelehre bereits ein Diplom in Modedesign erworben hat.

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