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Schmuckmesse Inhorgenta 2019: Über Anerkennung und den Weg zum „Wir“

Ein Nachbericht von Florian Färber und Lisa-Marie Rapp

Aus Upcycling werden Hingucker

Zur alljährlichen Schmuckfachmesse „Inhorgenta“ in München konnten unsere Fachschüler wieder mit einem sehr gelungenen Messeauftritt punkten. Dieses Jahr wurde der Gemeinschaftsstand der Gewerblichen Schule und des Edelmetallverbandes um ein paar imposante Punkte erweitert: Da war zum einen die große Präsentationsfläche für die Silberschmiedeexponate und im Hintergrund unseres Messestandes die über die Grenzen hinaus bekannte Stadtkulisse Gmünds. Zudem war den Schülern bei der Standgestaltung das Thema „Upcycling“ (Wiederverwertung) wichtig. So wurden aus Europaletten Sitzmöglichkeiten geschaffen, aus alten Weinkisten ein Tresen gebaut und als Highlight konnten wir auch zwei antike Süßigkeitenautomaten als Vitrinen für die Schmuckstücke der Fachschüler präsentieren, die uns von der Gmünder Goldschmiedin Petra Giers zu Verfügung gestellt wurden.

Wie in den vorangegangenen Jahren war unser Messestand für die Besucher wieder ein Erlebnis zum Schauen, Entdecken und um das ein oder andere Fachgespräch zu führen und zu vertiefen. Die Resonanz war durchwegs sehr positiv. Sehr beeindruckt zeigten sich die Fachbesucher von der Inspiration, Umsetzung und Darstellung des Gezeigten. Durch die imposante Außenwirkung unseres Standes und das tolle Engagement unserer Fachschüler wurde die Messe wieder ein voller Erfolg.
Fachlehrer Florian Färber bildet die zukünftigen Goldschmiedemeister an der Gewerblichen Schule aus.

Spannende Begegnungen, Motivation und Stehvermögen

Für uns Meisterschüler ist es sehr spannend, das erste Mal an einer derart renommierten internationalen Messe teilzunehmen. Das beginnt bereits mit dem Aufbau. Bei der Planung hatte man eine gewisse Vorstellung davon, wie der Messestand einmal aussehen soll, und so fand ich es sehr aufregend, die Arbeit von einigen Wochen dann im Ganzen zu sehen.

Der erste Tag war anstrengend – man braucht viel Stehvermögen- aber voller neuer Eindrücke. In den ersten Stunden ist man noch etwas gehemmt auf die Leute zuzugehen und sie einfach anzusprechen, doch über die Tage verlor man diese Scheu und erzählte ohne jegliche Bedenken den Besuchern über unsere Arbeit und die Schule. Durch die Anerkennung für die Schmuckstücke, auch von den Messeteilnehmern anderer Schulen, bekommt man noch mal neue Motivation.

Je mehr ich versuchte, die jungen Leute von unserer Arbeit und der Schule zu begeistern, umso mehr wurde mir wieder bewusst, wie gerne ich doch selber da bin. Es ist sehr motivierend, wenn man von dem, was man tut, überzeugt ist. Neben all diesen Erfahrungen und Eindrücken fand ich es auch sehr schön, wie die Gemeinschaft der Klasse sich verändert hat. Am Anfang war es ein ganz anderes Miteinander als am Ende. Man wächst mit solchen gemeinsamen Erlebnissen einfach noch mal viel mehr zusammen, sodass das Wort „Wir“ eine ganz andere Bedeutung bekommt.

Das Fazit ist: Die Erfahrungen und Begegnungen sind unglaublich wertvoll und alle Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt.
Lisa-Marie Rapp ist Meisterschülerin der Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät  an der Gewerblichen Schule.

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