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Von der Fläche in den Raum

Workshop im Arenhaus, Schwäbisch Gmünd

Dort, wo normalerweise die Schüler des Berufskollegs Design, Schmuck und Gerät der Gewerblichen Schule die Schulbank, oder besser gesagt die „Werkbank“ drücken, stand vom 24.02. bis 29.02.2020 ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm: Im Arenhaus, direkt am Marktplatz in Schwäbisch Gmünd, war der diesjährige Stadtgoldschmied Jan Wege, renommierter Künstler aus Hamburg, zu Besuch und gab einen sechstägigen Kurs. Unter dem Thema „Von der Fläche in den Raum - Arbeiten mit Tombak“ konnten die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Raum lassen. Aus der ganzen Welt sind sie angereist um sich das nun schon traditionsreiche Ereignis der Workshops eines Stadtgoldschmieds, welcher alle zwei Jahre ausgezeichnet wird, nicht entgehen zu lassen.

Stadtgoldschmied 2020 ist Jan Wege, gelernter Goldschmied. An der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg hat er im Fach Schmuck- und Gerätedesign (1990-1996) sein Studium abgeschlossen. Hier entwickelte er seine Leidenschaft für das Gerätedesign. Der Titel des Workshops „Von der Fläche in den Raum. Arbeiten mit Tombak“ verweist einerseits auf den gestalterischen Prozess, der genauer in den Blick genommen werden soll, aber auch auf erforderliche Silberschmiedetechniken und Oberflächen, die in Tombak möglich sind.

Aus anfänglichen Ideen, die als Skizzen langsam Form annahmen, wurden kleine Modelle aus Pappe oder Papier und schließlich zu fertigen Kreationen aus Tombak. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin konnte dabei frei entscheiden, was für ein Projekt er oder sie verwirklichen wollte. Mit Begeisterung und Wissbegierde stürzte man sich in die Arbeit, Jan Wege stand allen stets mit Rat und Tat zur Seite. Überall wurde planiert, gelötet, gehämmert und gesägt, immer in höchster Konzentration. Und das zahlte sich aus! In diesen sechs Tagen sind Werke entstanden, auf welche die TeilnehmerInnen stolz sein können. Für alle war der Workshop eine tolle Bereicherung und eine super Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern, um sich auf neue Impulse einzulassen.

In der darauffolgenden Woche, vom 2. bis 6. März, waren nun die Schüler des Berufskollegs an der Reihe, sich Tipps vom Profi zu holen und sich so manchen Trick abzuschauen. Eine intensive Woche, in denen der Stadtgoldschmied sein Wissen an interessierte Schüler und Schülerinnen weitergeben konnte. Den TeilnehmerInnen wurden neue Techniken und „Wege“ des Gestaltens eröffnet.

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