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Wahre Meister – ausgezeichnete Leistungen der Gmünder Fachschulabsolventen

Schneekugel von Lisa-Marie Rapp

Die Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät der Gewerblichen Schule verabschiedet in diesem Schuljahr sieben Gestalter, von denen sechs zugleich ihre Meisterprüfung absolviert haben.

Orlando Aldini, bereits Uhrmachermeister, bleibt seinem Gewerk treu. Er entwickelte zu seinem Thema Atlantis eine spannende Hybrid-Uhr, die Elemente der Zukunft wie auch der Vergangenheit beinhaltet. Das Ziffernblatt leuchtet und die Form des Armbandes erinnert an Rochen, die an den Säulen des versunkenen Atlantis vorbeigleiten.

Ronja Effer zelebriert ihre Leidenschaft für Süßes. Ein Stück Sahnetorte mit einer Gabel fungiert als silberne Transportdose und gleichzeitig als Teller, von dem das Tortenstück gegessen werden kann. So wird jedes Kaffeekränzchen zum Erlebnis.

Mit einem ganz anderen Motiv setzte sich Linnéa Nowack auseinander:  Sie beschäftigte sich mit dem Thema „Depression“, das in der Gesellschaft immer noch als Tabuthema gilt. Sie visualisiert die Krankheit mit einer Brille, einem auf- und absetzbaren Wurzelgeflecht und zwei angehängten Gewichten. Das Wurzelgeflecht repräsentiert das eingeschränkte Sichtfeld während einer depressiven Phase, welches an glücklichen Tagen abnehmbar ist und dadurch die Sicht wieder frei ist.

Alexa Obert gestaltete als große Bewunderin des Firmaments ein Leuchtobjekt, das ihre Reiseerlebnisse im Libanon und den dortigen Sternhimmel darstellt. Das Leuchtobjekt und eine Sternenkonstellation des dortigen Sternhimmels soll sie für immer an diese Reise erinnern.

Lisa-Marie Rapp erfindet ein Märchen, das sie mit bestimmten Plätzen verknüpft. In ihrem Fall entwickelte und realisierte sie eine Schneekugel mit einem Durchmesser von 12cm. Dabei ist ein Teil beweglich und das Märchen wird hier visuell erzählt. Sie erhielt für ihre Leistung den Preis des Fördervereins für Gold- und Silberschulen e.V.

Katharina Roedel ist eine eifrige Bogenschützin. Deshalb liegt es nahe, dass das Mittelalter sie mit all seinen Sagen fasziniert und sie diese Epoche zu ihrem Thema machte. Sie gestaltete einen Dolch mit fixierbarer Scheide. Dabei ist die Parierstange mit Drachenflügeln umschlossen.

Juliana Safro beschäftigte sich mit dem Begriff „Heimat“. Als Kind von Eltern, die aus Deutschland und Ghana stammen, war es schwer zu wissen, wohin sie gehört. Mit ihrem Meisterstück gibt sie sich ein Stück Halt, sie gestaltete einen Gürtel mit einer Schlaufe, das auf das Lebenslabyrinth verweist und den Titel „Ghana“ in sich führt.

Die Fachlehrer, Schulleiterin Sabine Fath und die neue Abteilungsleiterin, Dr. Christa Hannak, sprachen großes Lob an die Absolventen für ihre kreativen und handwerklich meisterhaften Arbeiten aus, die in diesem Jahr trotz der coronabedingten Erschwernisse in gewohnter Güte angefertigt wurden.

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