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Preisträger bei den Jungen Cellinis

Schmuckstück von Karolina Peter

Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. gab den Auszubildenden im Internationalen Nachwuchs-Wettbewerb „Junge Cellinis“ die Gelegenheit zu einem besonderen, kreativen Upcycling. Als Thema hat er folgende Begriffspaare gewählt:

U(h)rzeit – Zukunft /
                                 Aus Alt mach Neu

50 Nachwuchskräfte aus dem Gold- und Silberschmiede-Handwerk haben daran teilgenommen, darunter unsere Schülerinnen und Schüler des 3-jährigen Berufskollegs Design, Schmuck und Gerät unter der Anleitung von den Fachlehrerinnen Ute de Maight und Sibylle Don und dem Fachlehrer Arnaldo Desiro.

Unsere drei Preisträger vom internationalen Wettbewerb „Junge Cellinis 2019“ sind Benjamin Baumann, Annalena Klompmaker und Karolina Peter. Alle Schmuckstücke sind bis 23.06.2019 in einer sehr sehenswerten Ausstellung im Labor im Chor im Prediger ausgestellt.

Goldmedaillen für Wurst und Schinken

von links: Reinhard Krauss, Franz Wohlfrom, Yannick Wolff, Nezir Krasnipi, Technischer Lehrer Suitbert Gegier, Schulleiterin Sabine Fath, Noah Böhm, Daki Saito, Jakob Köpf

Das hohe Niveau der Ausbildung im Fleischerhandwerk der Berufsschule in Schwäbisch Gmünd zeigte sich bei der DLG-Prüfung für Wurst und Fleischwaren. Die Fleischer-Azubis schickten Lyoner, Schinkenwurst, Bauernsülze und Lachsschinken ein. Diese Produkte hatten die Schüler innerhalb des Unterrichts in Teamarbeit hergestellt. Dabei lagen Planung, Rezepturbeschaffung und die Herstellung der eingesandten Produkte voll in den Händen der Schüler.
Für jedes entwickelte Produkt erhielten die Schüler eine Goldmedaille. Eine klare Bestätigung der hohen Qualität der Azubis und ihres fachlichen Könnens. Schulleiterin Sabine Fath und Fachlehrer Suitbert Geiger freuen sich mit den ausgezeichneten Schülern.

Smartbar überzeugt

Florian Bauer mit Betreuungslehrer Arno Weinheimer

Schüler des Technischen Gymnasiums wird Jugend-forscht-Regionalsieger für den besten interdisziplinären Beitrag im Bereich Mathematik/Informatik

Florian Bauer ist am Samstag schon ein bisschen heiser, so oft hat er sein Projekt erläutert. Der Abiturient des Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule hat eine Smartbar entwickelt, die sowohl per Computer, Smartphone, Smartwatch oder Alexa steuerbar ist. Die Vorführung beeindruckt: Nach dem Sprachbefehl fährt ein Coctailglas auf einer Schiene hin- und her, um mit der genauen Mengen der Coctailrezeptur befüllt zu werden.  Zudem hat Florian Bauer Wert auf die entsprechende Baroptik gelegt. LED-Dioden machen die Smartbar durch unterschiedliche Beleuchtungsdesigns zu einem echten Hingucker. Das betonte auch der Juror und Laudator Dr. Matthias Sonntag bei der Preisverleihung. Der Regionalsieger im Bereich Mathematik/Informatik mit einem Preis für den besten interdisziplinären Beitrag habe nicht nur enorme Fachkenntnis technischen Bereich gezeigt, sondern auch die ästhetisch- gestalterische Ausführung sei sehr überzeugend, lobte Sonntag den Preisträger, der am TG das Profil Informationstechnik belegt hat und in diesem Jahr sein Abitur machen wird. Der junge Bastler hat den Barkorpus aus Metall selbst entworfen, mit einer CNC-Fräse zugeschnitten und zusammengebaut. Zudem programmierte er eine Web App und entwickelte eine Logik, die eine standort- und geräteunabhängige  Kommunikation mit der Bar ermöglicht.

Sein Betreuungslehrer im Wettbewerb, Arno Weinheimer, findet viele lobende Worte: Soviel Kreativität, Selbstständigkeit, Projektkompetenz  und hervorragendes Zeitmanagement  verdiene den Erfolg zu recht.

Bauer freut sich jetzt auf den Landeswettbewerb in Fellbach Ende März. „Die Konkurrenz wird dort natürlich größer sein“, stellt er fest und fügt noch den olympischen Gedanken hinzu: „Aber auch durch das Dabeisein gewinnt man – durch interessante Gespräche mit anderen Teilnehmern, Besuchern und Interessierten aus den verschiedensten Fachbereichen.“

Wir drücken ihm ganz fest die Daumen.

Schwäbisch Gmünder Azubis holen bei Fleischermesse Medaillen

von links: Lehrerin Julia Raab, Svenja Bächtle, Franz Wohlfrom, Tim Kuha, Isabell Duschek

Die Süffa ist die große Fachmesse für das Fleischerhandwerk im Süddeutschen Raum und findet in Stuttgart statt. Ein Messebesuch gehört auch für Azubis dazu.

Für die Nachwuchskräfte im Fleischerhandwerk ist diese Messe ein wichtiges Forum, um Neues kennenzulernen und sich selbst im Wettbewerb mit anderen Auszubildenden zu messen. In einem Berufsschulwettbewerb mit Teams aus dem gesamten Bundesgebiet mussten die Teilnehmer in Zweierteams ihr Können zeigen. Die Teams mussten eine Fleischplatte und eine Schinken- oder Kanapeeplatte herstellen und unter einem frei gewählten Motto präsentieren. Alle drei Teams der Gewerblichen Schule lagen in der Bewertung auf den vordersten Rängen!

Team 1 hatte das Thema „Remstal-Gartenschau“ und bestand aus Isabell Duschek (Metzgerei Baumhauer, Bargau) und Tim Kuha (Edeka Mangold, Schwäbisch Gmünd). 

Team 2 überzeugte mit dem Thema „Strandparty“ und bestand aus Franz Wohlfrom (Fleischei Klotzbücher, Ellwangen) und Svenja Bächtle (Rewe, Schwäbisch Gmünd).

Beide Teams erzielten eine Silbermedaille.

Auch ein Fleischerazubi war beim SÜFFA-Brühwurstwettbewerb ausgesprochen erfolgreich: Lucas Grau, 3. Lehrjahr (Metzgerei Schneider, Gschwend) erhielt sowohl für die Lyoner als auch den Pizzafleischkäse jeweils die Goldmedaille

Derartige Wettbewerbe wirken sich ungemein motivationsfördernd auf die Nachwuchskräfte aus, so die beiden Fachlehrer Frau Raab und Herr Geiger. Damit ist auch ein Forum geschaffen, bei dem der Beruf des Fleischers bzw. der Fleischereifachverkäuferin, die sich mehr und mehr zu Feinkostspezialisten entwickeln in seiner ganzen Bandbreite mit kreativen und künstlerischen Seiten gezeigt werden kann

Spezialbrote und Snacks

Wie in jedem Jahr wurde Ende des zweiten Lehrjahres in der Bäckerklasse von den Schülerinnen und Schülern im Lernfeld „Herstellen von Vollkorn-, Schrot- und Spezialbroten“ ein neues Brot mit besonderen Zutaten entwickelt, zusätzlich wurde im Lernfeld „Herstellen von Backwarensnacks“ ein kreativer gebackener Snack hergestellt. Produktentwicklung und Umsetzung lagen dabei voll in der Hand der Azubis. Auch die Erfindung eines kreativen Namens und das Erstellen einer Projektmappe waren Bestandteile dieses Projekts. Unter allen Arbeiten wurden die besten prämiert.

Schmackhafte Produkte mit originellen Namen überzeugten auch in diesem Jahr die Jury, bestehend aus der Fachlehrerin Frau Kuttruf, der Schulleiterin Frau Fath bzw. ihrem Stellvertreter Herrn Berroth und dem Bäckermeistern Herr Berroth und Herrn Bläse.

Den ersten Platz sowohl bei den Broten als auch bei den Snacks erzielte Ilirjan Krasniqi und Ossama Paplay mit „Balkan Brot“ und „Las Vegetaria“. Den zweiten Platz bei den Broten erzielte Benjamin Schmid und Fidan Hasani mit „Fiesta Mexikana“, den dritten Platz Ali Iftkar mit „Sauer macht lustig“. Auch bei den Snacks lag Ali Iftkar weit vorne, sein „Spinat-Snack“ erzielte den zweiten Platz, gefolgt vom „Gemüseflitzer von Veit Scholz und Maximilian Halemba“. Aber auch alle anderen Schülerinnen und Schüler waren engagiert und kreativ bei der Arbeit und verdienen ein dickes Lob!

Schmuck mit Sinn für Tiefe

Goldschmiedelehrling der Gewerblichen Schule Theresia Kolb gewinnt den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb „Junge Cellinis“

Es zeigt schon ein großes Talent im Goldschmieden: Theresia Kolb fing im Sinne des Wortes die Aufmerksamkeit der Juroren beim Bundeswettbewerb des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. mit einem Fischernetz. Zum diesjährigen Thema „Meeresfrüchte“ schuf die Auszubildende im zweiten Lehrjahr eine Halskette mit einem hohen Symbolwert. Das „Geisternetz“ ist ein schmuckgewordener Protest gegen die Verschmutzung der Meere und gegen eine Politik, die es zulässt, dass viele Menschen auf der Flucht im Meer ertrinken. So ist in das Netz die Zahl 8371 eingehängt – die Anzahl der Menschen, die seit Beginn der Ausbildung von Theresia Kolb bei der Goldschmiede Marschall in Stuttgart-Degerloch auf der der Flucht nach Europa im Mittelmeer ums Leben kamen.

Aber das Schmuckstück zeigt auch die fasziniernden Seiten der Ozeane. Der Blickfänger ist ein Seedrache, dessen natürliches Schillern mit raffiniert versteckten Leuchtdioden nachempfunden wird.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung – und zudem hat es viel Spaß gemacht, die eigenen Ideen umzusetzen“, sagt Kolb, die vor ihrer Goldschmiedelehre bereits ein Diplom in Modedesign erworben hat.

 

Zweiter Platz bei Jugend forscht

Bild: Märklin

Loks allein unterwegs

Platz zwei bei „Jugend forscht“ – eine starke Leistung von Jens Beißwenger und Jakob Schmid von der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd. „Klickt der Benutzer auf eine Position der grafischen Benutzeroberfläche, navigiert der Zug autonom an diesen Zielort“, erklärt Jens Beißwenger das Ergebnis der Programmierarbeit und verweist auf einen erhöhten Schwierigkeitsgrad im Projektaufbau: „Als weitere Dimension haben wir eine zweite Lok in das Szenario aufgenommen, damit wir auch die Kollisionsgefahr ausschließen können.“ Und tatsächlich erreichen die beiden Züge mit Märklin Loks wohlbehalten ihr Ziel – wie im echten Bahnerleben wird die Fahrstrecke durch Weichenstellungen freigeräumt. „Das System bewältigt drei Aufgaben – die Erkennung, die Wegfindung und die Zugsteuerung“, erläutert Jakob Schmid. „Wird ein Zielort festgelegt, definieren wir zwei Start- und zwei Endpunkte – unser Algorithmus kennt die Weglängen zwischen den Weichen und wie sie verbunden sind und steuert diese Knotenpunkte streckenoptimert und kollisionsfrei an.“ Dabei gibt der Computer über einen CAN-Bus seine Befehle an die Steuereinheit für die Lok (Geschwindigkeit, Richtung) und die Weichen. Grundlage des Ganzen ist eine ausgeklügelte Positionsbestimmung – quasi per Luftbild. „Wir werten permanent mit einem künstlichen neuronalen Netz das Bild einer Webcam aus“, spricht Jens Beißwenger die Erkennung mit künstlicher Intelligenz an. „Wie bei menschlichen Nervenzellen, mussten wir das Netz auf die Erkennung der wichtigen Muster aus den Bildern trainieren, was mit Methoden des maschinellen Lernens anhand eines Testdatensatzes mit 300.000 Werten geschah.“ Zwar funktioniert die Erkennung ausgezeichnet, doch bringt sie den Standard-PC bei der Navigation an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Den Rahmen für die großartige Automatisierungsentwicklung an der Gewerblichen Schule hat Lehrer und Märklinist Arno Weinheimer gesetzt. „Um den Programmierunterricht zu veranschaulichen, hatte ich ein Unterrichtsprojekt mit einer Digitalanlage ins Leben gerufen, finanziell unterstützt von der Schule.“

Gmünder Team wieder auf Platz 1 !

Bei der Überreichung der Urkunden

Die Südback ist die größte deutsche Bäckermesse und veranstaltet seit einigen Jahren einen anspruchsvollen Wettbewerb für Nachwuchskräfte in den Bereichen Produktion und Verkauf. Dabei müssen die Bäckerinnen und Bäcker vor den Augen des Publikums in der „gläsernen Backstube“ ihre eigene Kreation umsetzen.

Wie schon im letzten Jahr hat auch in diesem Jahr das Gmünder Team den 1. Platz erzielt. Das reine Frauen-Team im dritten Ausbildungsjahr, bestehend aus Fadime Akin, Melanie Buck, Marie-Christine Ockert, Monique Wagner und Mine Zengin, hat mit der Kreation „Chicorée vom Bäcker“ die Jury überzeugt. „Erstaunlich lecker – Chicorée vom Bäcker“ besteht aus einem tourierten Teig mit einer Chicorée-Schinken-Füllung. Ein Beweis für die Kreativität der angehenden Bäckerinnen und die gute Qualität der Ausbildung.